kafee-anbau-ursprungsländer-roestfrisch.com

Wo kommt mein Kaffee her? Ein Überblick über die Anbaugebiete

Jeder Röster hat seine eigenen Vorlieben in puncto Herkunftsland und Anbaugebiet der Bohnen

Das Aroma von Kaffee- und Espressobohnen wird stark durch das Anbaugebiet des Rohkaffees geprägt. Die Unterschiede zwischen verschiedenen Anbauländern sind teils erstaunlich groß, sodass wir in diesem Beitrag die wichtigsten Regionen und ihre Besonderheiten vorstellen. Natürlich werden auch in weiteren Ländern hervorragende Bohnen angebaut, doch sind die aufgeführten gemessen an der angebauten Menge für die Kaffeeproduktion besonders wichtig. 

Wir teilen den Artikel nach den drei Regionen Mittel- und Südamerika, Asien und Afrika ein. Viele Kaffeeröster verwenden natürlich für ihre Mischungen oftmals Bohnen aus unterschiedlichen Regionen auf der ganzen Welt.

Brasilien liefert fast 30% des weltweiten Kaffees

Anbaugebiete in Mittel- und Südamerika: Vorwiegend kräftige Arabicabohnen

Das Land, welches die globale Kaffeeproduktion besonders prägt ist Brasilien. Je nach Analyse wird hier ca. ein Drittel des global verarbeitenden Kaffees angebaut. In Brasilien existiert eine sechstellige Zahl an Kaffeefarmern und kein Land exportiert so viele Kaffeebohnen. 

Doch in Mittel- und Südamerika existieren zahlreiche weitere Länder, die für den internationalen Kaffeemarkt eine wichtige Rolle einnehmen. An Platz vier der wichtigsten Kaffeeexporteure weltweit liegt Kolumbien. Während in Brasilien auch Robustabohnen angebaut werden, beschränkt sich der Kaffeeanbau in Kolumbien fast ausschließlich auf Arabicabohnen. Zu den vielen kolumbianischen Kleinbauern unterhalten zahlreiche kleine Röstereien aus Deutschland sehr enge Partnerschaften. Im Vergleich zu beispielsweise afrikanischen Arabicabohnen sind die Bohnen aus Kolumbien meist etwas kräftiger. 

Weitere nennswerte Länder aus der Region sind Honduars, Guatemala, Mexiko und Peru. Der Fokus liegt klar auf Arabicabohnen und die Kaffeefarmen sind im internationalen Vergleich eher klein und oftmals in Familienhand.

Anbaugebiete in Asien: Klimatische Bedingungen spiegeln sich in hohem Robustaanteil wider

Robustabohnen zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass sie schwierige Witterungsbedingungen unbeschadet überstehen. Das ist sicherlich ein Grund dafür, dass in Vietnam und Indonesien fast ausschließlich Robustabohnen angebaut werden. Diese Länder liegen laut unterschiedlichen Analysen auf Platz zwei und drei der Nationen mit dem meisten Kaffeeexport. 

Ein weiteres Land, das für das globale Kaffeegeschäft eine wichtige Rolle spielt, ist Indien. Insbesondere aus der Region India Malabar stammen Bohnen, die in den letzten Jahren immer beliebter bei experimentierfreudigen Kaffeeröstern in Deutschland und Europa werden. 

Auch die Monsooned Methode wird bei Kaffeeliebhabern immer beliebter, da sie einen unverwechselbaren würzigen Geschmack entfaltet, den kaum eine andere Bohne mit sich bringt.

Anbaugebiete in Afrika: Der Favorit moderner Kaffeeröster mit hellen Kaffeemischungen

Kaffeeanbaugebiete in Afrika existieren bereits seit vielen Jahrzehnten und Jahrhunderten, doch haben afrikanische Bohnen gemessen an der exportierten Menge in den letzten Jahren im Vergleich zu anderen Ländern verloren. Gleichzeitig hat afrikanischer Kaffee vor allem bei jungen, modernen Röstereien und Röstern an Beliebtheit gewonnen, die von der hohen Qualität des Rohkaffees schwärmen. 

In Afrika wird ein Großteil des exportierten Kaffees von Kleinbauern angebaut. Kaffee zählt in Afrika zu den wichtigsten Exportgütern und trägt in Subsahara-Afrika zu einem großen Teil der Wirtschaftsleistung bei. Das afrikanische Land mit den meisten Kaffeefarmen ist Äthiopien. Die fruchtigen, teils süßlichen Kaffee- und Espressobohnen aus Äthiopien sind vor allem bei Röstereien der Dritten Kaffeewelle sehr angesagt. Darüber hinaus sind Burundi, Ruanda und Uganda besonders wichtige Länder, wenn es um Kaffee- und Espressobohnen geht.

roestfrisch.com Team
Artikel von roestfrisch.com Team
Herkunft und Anbaugebiete der Kaffeebohne Veröffentlicht am 24.02.2020